Der Jugendabteilung des SV Stuttgarter Kickers ist es ein Anliegen, die Förderung junger Talente auf breiterer Basis zu ermöglichen. Dazu sind sie im Umkreis von Stuttgart Kooperationen mit Vereinen eingegangen, deren Spiel- und Trainings-Philosophie unseren Idealen entspricht. Da nicht jeder gut ausgebildete Jugendspieler den Sprung in den bezahlten Profifußball schaffen kann, wollen sie versuchen, ihre Jugendspieler in entsprechenden Vereinen unterzubringen, um ihnen die Chance auf Weiterentwicklung zu ermöglichen.

 

 

Zweck der Kooperationen:
- Gemeinsame Entwicklung und Förderung junger Talente
- Erfahrungsaustausch im Trainerbereich
- Gemeinsame Sichtung
- Familiär leistungsbezogene Ausbildung
- Gemeinsame Leistungsvergleiche und Wettbewerbe

 

Die Jugend - Kooperationsvereine der Stuttgarter Kickers:
- im Osten: 1. FC Normannia Gmünd
- im Süden: TSG Young Boys Reutlingen
- im Westen: SV Böblingen

 

 

TSG Young Boys Reutlingen

Im südlichen Einzugsgebiet von Stuttgart konnten die Kickers mit der TSG Young Boys Reutlingen einen weiteren Nachwuchs-Kooperationspartner finden. Der Landesligist aus dem Ringelbach, dem Stadtteil im Süden Reutlingens, möchte optimale Rahmenbe­dingungen schaffen, um die sportliche Ausbildung leistungsambitionierter Spieler im Jugend-Fußball gezielt voranzutreiben. Als Verein will die TSG talentierte Jugend­spieler, die zum größten Teil aus Reutlingen stammen, fördern. Die Kooperation soll sich schwerpunktmäßig erst einmal auf den Jugendfußballbereich konzentrieren, kann aber auch auf den Aktivenbereich, dort mit dem Fokus Oberligamannschaft der Blau-Weißen, ausgedehnt werden.

TSG-Young-Boys-Vorsitzender Thorsten Bauer freut sich auf die Zusammenarbeit: "Wir möchten hier in der Region in Sachen Jugendfußball etwas aufbauen und so gemeinsam die Entwicklung sowie Förderung junger Fußballtalente beider Vereine vorantreiben. Mit den Kickers haben wir einen hochprofessionellen Partner an der Seite und können somit regionalen Talenten ein Sprungbrett nach oben bieten."

Guido Arnold, Jugendleiter und Chef der Kickers-Fußballschule, schlägt in die gleiche Kerbe: "Es geht nicht darum, nur Talente für unsere erste Mannschaft zu sichten. Es sollen am Ende beide Vereine und somit die verschiedenen Jugendmannschaften beider Klubs von der Partnerschaft profitieren."

Da nicht jeder gut ausgebildete Jugendspieler sofort den Sprung ins Profigeschäft schaffen kann, werden durchaus Talente der Degerlocher auch im Ringelbach aufschlagen. "Das Wichtigste für jeden Fußballer ist Spielpraxis. Deshalb bringen wir unsere Jugendspieler in entsprechenden Vereinen, wo sie ohne Druck im familiären Leistungsfußball spielen, unter. Ziel ist es, ihnen eine Alternative zu geben und so die Möglichkeit der Weiterentwicklung. Eine spätere Rückkehr bleibt selbstverständlich eine gewünschte Option", betont Arnold.

 

Wie kam es zur Kooperation der beiden Klubs? Den Anstoß hatte der Ex-Profi und ehemalige Jugend- sowie Aktiven-Spieler des SSV Reutlingen, Sreto Ristic, gegeben. Der 38-jährige jetzige Co-Trainer des Drittligisten, brachte beide Parteien zu ersten Gesprächen im März diesen Jahres zusammen. "Wir kennen uns privat und so kam das eine zum anderen. Es kamen ehrliche und offene Gespräche mit den Kickers-Verantwortlichen zustande und die Zusammenarbeit nahm immer konkretere Formen an", erklärt Bauer.

 

Die Kooperation, in der beide Vereine keine finanziellen Verpflichtungen eingehen, beinhaltet weitere Schnittmengen und somit Vorteile für alle Akteure. Zum Beispiel Hospitanzen von Trainern. "Voneinander lernen und gegenseitig über die Schulter schauen." Zudem Testspiele und Turniere. "Wir nutzen die Infrastrukturen und die Möglichkeit, sich zu vergleichen. Gemeinsame Turnier stehen ebenfalls auf der Agenda", so Bauer, der gerne wieder ein hochkarätig besetztes A-Jugend-Turnier in Reutlingen etablieren würde. Es tut sich was im Ringelbach und nicht nur die Verantwortlichen beider Klubs dürfen sich auf diese Kooperation freuen.

 

Weitere Infos finden Sie auf der Homepage der SV Stuttgarter Kickers.